Wie können wir Polarisierung begegnen – und Europa stärken? In „Gesellschaft besser machen“ spricht Moderatorin Muschda Sherzada alle zwei Wochen mit Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft über die drängendsten gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Verständlich, lösungsorientiert und nah an aktuellen Debatten liefert der Podcast neue Perspektiven, konkrete Ideen und Inspiration für ein starkes Europa und gesellschaftliches Miteinander. Ein Podcast der Körber-Stiftung.
Die Gründerin von Omas gegen Rechts über Haltung, Verantwortung und die Kraft der Zivilgesellschaft
Was kann zivilgesellschaftliches Engagement bewirken – und warum ist Aktivismus keine Frage des Alters? Monika Salzer, Gründerin von „Omas gegen rechts“, spricht über Mut, Generationenverantwortung und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Im Gespräch mit Muschda Sherzada erklärt sie, wie aus einer Facebook-Gruppe eine europaweite Bewegung wurde und wie Engagement auch in polarisierten Zeiten Wirkung entfalten kann. Eine Folge über Haltung, Hoffnung und die Kraft der Zivilgesellschaft.
Presseerklärung der Kieler OMAS GEGEN RECHTS zum Angriff auf Jan Schellbach
Weniger als 90 Jahre sind vergangen, seit Menschen hier in Deutschland ausgegrenzt, verfolgt und getötet wurden, weil sie Jüdinnen und Juden waren. Und auch Menschen, die im Verdacht standen, jüdische Mitmenschen zu unterstützen, waren Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. Dieses Menschheitsverbrechen bleibt für immer eine Mahnung und gehört für uns OMAS GEGEN RECHTS zum Kern des Antifaschismus.
Dass unsere jüdischen Mitbürger*innen und Menschen, die mit ihnen in Zusammenhang gebracht werden, heute wieder in Angst leben müssen, ist beschämend.
Der Angriff auf Jan Schellbach aus dem Landesvorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft macht uns traurig und zornig zugleich. Traurig, weil gegen alle Erkenntnis Gewalt wieder als Mittel der politischen Auseinandersetzung angewandt wird. Zornig, weil Gewalt den gesellschaftlichen Diskurs vergiftet – egal unter welchem Vorwand Täter*innen handeln.
Wir lehnen Gewalt grundsätzlich ab; insbesondere unsere jüdischen Mitmenschen und die Personen, welche sich für sie einsetzen, verdienen Schutz und Solidarität der deutschen Zivilgesellschaft.
In Zeiten, in denen die Gleichwertigkeit der Geschlechter von Rechtspopulisten verneint wird und Gleichstellungspolitik von ihnen ersatzlos gestrichen werden soll, wollten wir OMAS GEGEN RECHTS, Kiel, sichtbar machen, was nicht verschwiegen werden darf: Jedes Jahr werden in Deutschland (und weltweit) Frauen getötet, weil sie Frauen sind. Immer wieder – jede ist eine zu viel! Das muss aufhören.
Dafür haben wir in der Ausstellung vom 9. – 14. Februar 2026 den aktuellen Stand zum Thema Femizide aufgezeigt.
Foto: Wolfgang Sauermann
Am Montagmorgen, den 9. Februar trafen wir uns um 9 Uhr mit familiärer Unterstützung beim Pop-up Pavillon.
Christoph und Carsten begannen sofort mit dem Aufhängen der von Monika zusammengenähten Stoffbahnen, auf denen wir auf einzelne Baumwollstücke die jeweiligen Femizide aus dem Jahr 2025 notiert hatten. Die Daten dafür kamen von der Website „One Billion Rising“.
Foto: Wolfgang Sauermann
Das Resultat war eindrucksvoll.
Isabel kreierte das Netz zum Thema: „Sprache verschleiert“. Diese Darstellung demonstrierte, wie die Presse einen Femizid verniedlichend beschreibt. Auch dies war sehr gelungen.
Foto: Wolfgang Sauermann
Zahlen-Daten-Fakten haben wir aus dem aktuellen Lagebericht des BKA (2024) sowie denen der Vorjahre. Zudem lieferten die Artikeln der prämierten Zeit-Journalistinnen sowie die Website der Terres des Femmes weitere Fakten. Den „Frauenhilferuf“ wollten wir allen mitgeben.
Eine OMA hatte sogar Unterstützung durch ihre Tochter, die extra aus Leipzig angereist war. Beide bestückten in mühevoller Kleinarbeit die Deutschlandkarte mit kleinen roten Nadeln, um die Menge der Femizide geografisch zuzuordnen. In der ausgelegten Ausgabe des „Stern“ vom 22.01.2026 waren die Orte sehr gut dargestellt.
Foto: Wolfgang Sauermann
Wir hatten mit Unterstützung vieler OMAS mehr als 100 Paar Damenschuhe gesammelt, welche Isabel zu Hause rot eingefärbt hatte, soweit diese nicht bereits vorher rot waren.
Diverse Einrichtungsgegenstände wurden uns u.a. von Ursula Sch. aus Molfsee zugeliefert und zu einem „Tatort“ zusammengestellt.
Um 15 Uhr waren alle Vorarbeiten zur Zufriedenheit erledigt und wir eröffneten den Pavillon. Bereits am ersten Tag kamen einige Besucher*innen in die Ausstellung.
Am Dienstag, den 10.02.2026 besuchte uns Kim, eine von fünf Sozialarbeiterinnen von cara*SH. Eine Organisation, welche bundesweit mit Sexarbeiter*innen arbeitet. Gewalt und Stigmatisierung sind in diesem Umfeld alltäglich. Umso wichtiger der niedrigschwellige Kontakt über deren Internetseite: http://www.cara.sh
Am Mittwoch, den 11.02.20226 gegen 16 Uhr besuchte uns Ministerin Aminata Touré (Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung) in Begleitung zweier Referentinnen. Wir führten sie durch die Ausstellung. Wir kamen gut ins Gespräch bezüglich der Situation rund um Frauenhausplätze und erhielten informative Antworten in Bezug auf die Zukunftsplanungen in SH: 200 neue Plätze werden bald geschaffen. Und neben den Hilfsangeboten für betroffene Frauen und Kinder rückt das Sozialministerium vor allem die Täterarbeit in den Fokus.
Foto: Fenja HardelFoto: Fenja Hardel
Am Donnerstag, den 12.02.2026 konnte Frau Prof*in Christiane Micus-Loos mit ihrem Vortrag „Femizide: sich überschneidende Perspektiven auf sexualisierte Gewalt“ punkten. Besonders beeindruckt hat uns Zuhörende die Beschreibung unterschiedlicher Perspektiven der Gewalt: Die weiße Frau ist Gewalt ausgesetzt, mehr Gewalt erfährt die behinderte weiße Frau, noch mehr Gewalt die farbige Frau und am meisten gefährdet ist die Frau, die nicht der sexuellen Norm entspricht.
Und diese Frauen müssen zudem noch bei der Hilfesuche mit entsprechend höherer Diskriminierung und noch mehr Vorurteilen rechnen.
Ein zugleich beeindruckender und bedrückender Vortrag, der nochmal deutlich gemacht hat, dass bei diesem Thema gehandelt werden muss.
Ministerin Finke kam ebenfalls am Donnerstag mit ihrem Referenten, Jürgen Herdes, vorbei. Beide haben mit großem Interesse unsere Ausstellungsobjekte betrachtet und waren überrascht, dass wir OMAS GEGEN RECHTS, Kiel, dies alles eigenständig auf die Beine gestellt haben.
Wir konnten einige wichtige Fragen platzieren.
Wir haben die Ministerin gebeten, sich für einen eigenen Straftatbestand Femizid und verpflichtende Fortbildungen zu diesem Thema in der Polizei und der Justiz einzusetzen. Die Ministerin hat erklärt, dass z.B. mit der Einführung eines landesweiten Hochrisikomanagements bei der Landespolizei Schleswig-Holstein und der elektronischen Fußfessel bereits wichtige Schritte umgesetzt wurden. Sie versicherte, dass der Schutz von Frauen vor Gewalt immer oberste Priorität haben wird.
Um 17 Uhr hielt die Rechts-Rechtsanwältin Melanie Schmidt-Brodersen einen Vortrag zum Thema „Rechtsberatungen bei häuslicher Gewalt und Einschätzung von Kindeswohlgefährdung.“ Abgesehen von den vielen neuen Informationen, die wir dabei erhielten, konnten einige Zuhörerinnen persönliche Fragestellungen platzieren und erhielten von der Familienrechtsanwältin nützliche Hinweise.
Am Freitag, den 13.02.2026, wurden wir durch den Besuch eines Wirtschaft/Politik-Kursus der Käthe-Kollwitz-Schule, Kiel, in Begleitung ihrer Lehrerin Frau Stolze überrascht. Wir konnten mittels eines interaktiven Workshops die sehr interessierten Schüler*innen durch die Ausstellung führen.
Ab 15 Uhr stand Lisa Weber von der Frauenberatungsstelle „Die Lerche“ Rede und Antwort für interessierte Besucher*innen.
Mailkontakt: beratungsstellelerche@frauenhaus-kiel.de
Am Samstag, den 14.02.2026 stellte Claudia Rabe die Arbeit von „Women*move“ vor. Eine private Initiative zur Verteidigung unserer Demokratie und errungener Frauenrechte. Mailkontakt: women-move@posteo.de
Ab 17 Uhr hatten wir zum Abschluss der Ausstellung „Femizide“ eine geschlossene Gesellschaft anlässlich der Lesung von Isabel Martinez aus dem Buch „Gestapelte Frauen“ von Patricia Melo. Isabel hat aufgrund ihrer beruflichen Expertise als Schauspielerin außerordentlich ausdrucksstark Ausschnitte aus dem Buch präsentiert.
Wir Zuhörer*innen waren ergriffen und erschüttert.
Ein großes Dankeschön an Isabel.
Foto: Wolfgang Sauermann
In den sechs Tagen der Ausstellung zählten wir insgesamt 234 Besucher*innen (davon ca. 25 % Männer), von denen uns einige Nachrichten im Gästebuch oder auf Kärtchen hinterließen.
Foto: Fenja Hardel
Wir bedanken uns bei Jonas Lasse Godau vom Kiel-Marketing für die gute Zusammenarbeit.
Wir bedanken uns bei all unseren Besucher*innen für das Interesse und die Gespräche zu diesem schweren Thema. Es muss immer wieder in die Öffentlichkeit getragen werden, um deutlich zu machen, dass weitere Schritte zwingend und schnell notwendig sind. Denn es sollte selbstverständlich sein, dass Frauen und Mädchen ein selbstbestimmtes und sicheres Leben in unserem Land führen können.
Verantwortlich für die Austellung der AG Feminismus der OgR, Kiel waren:
Antje H., Barbara F., Inga T. , Isabel M., Kerstin Sch., Monika R-S., Ursula Sch., Sabine K-S., Sabine Sch.
Wer vertritt uns aus Schleswig-Holstein eigentlich im Bundestag? Hier findet Ihr eine Liste unserer Bundestagsabgeordneten – jedenfalls die der demokratischen Parteien und die Adressen ihrer Wahlkreisbüros. Sofern keine detaillierten Kontaktdaten angegeben sind, erreicht Ihr die Abgeordneten unter ihren e-mail Adressen beim Bundestag:
laden wir ein und freuen uns auf den Austausch,
das Gespräch mit Ihnen/Euch:
Immer von 11-13 Uhr am Asmus-Bremer Platz
– am Samstag, den 18. April
– am Samstag, den 2. Mai
– am Samstag, den 16. Mai
– am Samstag, den 30. Mai
– am Samstag, den 6. Juni
weitere Termine folgen….
Unsere Mit-OMA Hanne hat diesen Jahresrückblick für uns verfasst:
Liebe OMAS GEGEN RECHTS und die mitgemeinten OPAS,
das Jahr 2025 ist schon bald wieder zu Ende und wir nehmen uns die Zeit einen Blick zurückzuwerfen.
ALERTA, ALERTA, wir Omas sind härter!
Das wäre ein geeigneter Titel für den kurzen Jahresrückblick,der auch und (wieder einmal) Anlass bietet, allen auf die unterschiedlichste Weise aktiven OMAS GEGEN RECHTS für ihren Einsatz im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu sagen: Danke! Ihr seid großartig! 107 OMAS (ein paar OPAS sind auch darunter) teilen unsere Signalgruppe, und 330 sind in unserer emailgruppe. Wir können stolz darauf sein – in unserer Facebook-Gruppe sind 302 Personen, wobei es da natürlich Doppelungen gibt.
Unsere Aktivitäten und Aktionen sind so vielfältig und zahlreich, dass es kaum möglich ist, sie alle an dieser Stelle aufzuzählen. Deshalb habe ich versucht, sie nach Inhalten zu sortieren und hoffe, dass ich nicht allzu viele übersehen habe. Falls das passiert sein sollte, bitte ich die Aktivistinnen um Entschuldigung.
Ein paar „große“ Themen haben uns in diesem Jahr beschäftigt und entlang dieser versuche ich die Vielfalt unserer Aktionen zu bündeln. „Groß“ deshalb, weil sie in der gesellschaftlichen Debatte sehr präsent waren und/oder uns als OMAS GEGEN RECHTS sehr beschäftigt haben.
Bundestagswahl
Das Jahr begann – wir erinnern uns – mit einem Paukenschlag: Die Regierung zurückgetreten, das Parlament aufgelöst und damit begann der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 23.Februar.
Schon am 11. Januar fanden sich OMAS GEGEN RECHTS zu einem Workshop zusammen, um unsere Aktionen für den Wahlkampf vorzubereiten:
Infostände in Elmschenhagen, Mettenhof, Dietrichsdorf, am Exer, vorm Kieler Schauspielhaus und der Oper. Erstmals hatten OMAS einen Flashmob einstudiert, es wurde gesungen, Bodenteppiche mit Wünschen entwickelt, Give-aways produziert und verteilt, Bus-Flashmobs durchgeführt, eine Büchse der Pandora gebastelt … die Aufzählung kann nicht abschließend sein.
Die Aktionen fanden ihren Höhepunkt am 8.2. mit der Teilnahme an der bundesweiten OMA-Aktion unter dem Titel „SOS Demokratie“ auf der Kiellinie- unsere erste große eigenständige Aktion im Jahr 2025, die gute Resonanz fand.
Kam gut an: eine Installation der Klima AGEin strahlender Wintertag mit richtig vielen OMAS
Viele OMAS unterstützten in dieser Zeit weitere Aktionen und Demonstrationen gegen die AFD. Trotz allem war das Wahlergebnis ernüchternd: Mit 20,8% der Wähler*innenstimmen wurde die AFD wurde stärkste Oppositionsfraktion im Bundestag Für uns folgt daraus: Nicht aufgeben, Bemühungen verstärken!
AFD-Verbot, Aktionen und Kampagnen gegen die AFD
Es war kein guter Tag, als der sogenannte „Wanderwitz-Antrag“ im Bundestag scheiterte. Der Initiative des Abgeordneten Wanderwitz war es zu verdanken, das über die Fraktionsgrenzen hinweg versucht wurde eine Mehrheit für die Einleitung eines AFD-Verbotsverfahrens zu erreichen. Nach der Regierungsbildung verschwand der Antrag in der Versenkung. Die Kampagne AFD-Verbot jetzt zu unterstützen ist damit notwendiger denn je. Das haben wir getan.
Daran wollen wir stets erinnern.Eindrucksvolle Choreo am 29.11.25
Am 29. November gründete die AFD ihre neue Jugendorganisation in Gießen. Um die Aktionen von Zehntausenden von Menschen zu unterstützen gab es von den Kieler Omas die Solidaritätsaktion „Bunte Welt gegen braunen Nachwuchs“, an der sich viele OMAS beteiligten und die auf große Resonanz stieß.
„Der Mensch ist der Mittelpunkt der Demokratie. … Die AFD tastet die Würde des Menschen an. Deshalb gehört sie verboten“, sagte Michel Friedmann in einer Rede vor dem Lübcke-Denkmal in Berlin. Wir sagen: Die AFD gehört verboten – jetzt.
Auf keinen Fall wollen wir die Wahl des neuen Kieler Oberbürgermeisters vergessen: Die AfD hatte einen Kandidaten aufgestellt, und so mussten auch wir Stellung beziehen, was mit Aktionen und Kundgebungen getan haben.
Die OMAS in Aktion
Nie wieder ist jetzt
In diesem Jahr jährte sich die Befreiung von Auschwitz ebenso wie das Ende des Krieges und damit das Ende des Nationalsozialismus zum 80. Mal. 9000 Menschen, darunter natürlich auch OMAS beteiligten sich am 27.Januar an einer Menschenkette um die Kieler Oper.
Am 8. Mai waren wir am gemeinsamen Gedenken „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ in Erinnerung an das Arbeitserziehungslager Nordmark beteiligt. Unsere Installation „Demokratie schützen“ wurde im Rahmen der Veranstaltungen gezeigt.
Und natürlich beteiligten wir uns im November an dem Bündnis „Kiel gegen Antisemitismus“. Neben der Mahnwache an Stolpersteinen, einer Führung zu Stolpersteinen in Düsternbrook gab es von den OMAS GEGEN RECHTS im Theater der Komödianten eine Lesung „Weil wir dazu gehören…“aus Kindheits- und Jugenderinnerungen von Juden und Jüdinnen, die in den 1990er Jahren nach Schleswig-Holstein gekommen waren. Eindrucksvoll machte unsere OMA GEGEN RECHTS Isabel zusammen mit dem Musiker Martin Quetsche deren Erinnerungen fühlbar.
Martin Quetsche und Isabel Martinez
Weiterentwicklung unserer Arbeit – Workshops und was daraus folgte
Am 25. März trafen sich über 30 OMAS zum Workshop „Heute und morgen wir behalten die Zuversicht. Was sind und was sollen unsere Arbeitsformate bleiben oder werden? Die Arbeitsgruppen stellten sich vor: AG Migration, AG Feminismus, AG Kommunikation, AG Kreativ, AG Omas und Jugend, AG Klima (ich hoffe ich habe keine vergessen.)
Sicherlich hat der Workshop dazu beigetragen, die Arbeit der Arbeitsgruppen zu intensivieren. Die Arbeitsgruppen organisierten und organisieren Aktionen zu ihren „Themenbereichen“, die allesamt auf unserer homepage in Wort und Bild dokumentiert sind.
Am 27. September Workshop Pass op: de OMAS GEGEN RECHTS sün doar! (Aufgepasst die OMAS GEGEN RECHTS sind da!) Wie gestalten wir unsere Auftritte in den nächsten Monaten?
Mahnwache – immer Dienstags vor dem Neuen Rathaus
Hier ging es darum, wie die Gruppe als politische Kraft, die sich für unsere Demokratie einsetzt, jenseits von Demonstrationen und Bündnissen präsent bleiben kann – auch im Hinblick auf die Landtagswahl 2027. Dass im Landtag Schleswig-Holsteins weiterhin keine Nazis sitzen solle, ist unser erklärtes Ziel, das wir mit wiederkehrenden Mahnwachen und der regelmäßigen Aktion „Auf einen Kaffee mit OMA“ erreichen wollen.
Debattenkultur
Wir erleben wohl alle die herausforderndste Zeit unseres politischen Lebens mit dem Erstarken von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, den dramatischen politischen Veränderungen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und weltweit, dem Krieg in der Ukraine, dem Terroranschlag der Hamas und dem Krieg in Gaza. Daraus entwickelten sich selbstverständlich auch durchaus kontroverse Debatten, für die wir als OMAS GEGEN RECHTS eine Strategie entwickeln mussten. Es tut gut, dass wir am Ende dieses Jahres sagen können: auch diese Herausforderung haben wir gemeistert.
OMAS vor dem „Heimathafen“, der uns mit einer großzügigen Spende bedacht hatte.
Für die Diskussion solcher Fragen wie „Krieg und Frieden“ oder „Gaza“ organisierten OMAS GEGEN RECHTS Themenabende, um unser gemeinsames öffentliches Auftreten dazu zu entwickeln.
Die Themenabende „Die OMAS und ich“ machten uns deutlich, dass eine unsere Stärken in unserer Vielfalt besteht. Sie zeigten auch, welche Fragen wir noch miteinander klären müssen, um diese unsere Stärken in Zukunft noch besser zu nutzen.
Vernetzung
Und das führt zum letzten „großen Thema“, der Vernetzung vieler, unterschiedlicher, im Ziel aber vereinter OMAS GEGEN RECHTS Gruppen. Wir haben uns in konkreten Aktionen landesweit und bundesweit im Rahmen unserer Möglichkeiten vernetzt; bei vielen Aktionen konnten wir durch unsere Präsenz unterstützen – Fridays For Future, der CSD oder die Seebrücke, um nur einige zu nennen, können traditionell auf unsere Unterstützung zählen. OMAS waren bei den beiden Nordtreffen in Heideruh, manche sind am Aufbau neuer Gruppen – gerade im ländlichen Raum – aktiv und beteiligt und das Projekt landesweite Vernetzung zur Vorbereitung der Landtagswahlen ist im Aufbau begriffen.
Auch Nikolaus ist gegen Rechts!
Soziales
Wie immer um die Weihnachtszeit, unterstützen die OMAS GEGEN RECHTS ein Sozialprojekt. In diesem Jahr war es das Kieler Frauenhaus, das sich über eine Spende von 1.000 € und noch ein paar von Marion S. gepackte Wichtelpakete freuen konnte.
Februar
Klima Demo Exer, Omas mit Gesang
Am 29. Februar trafen sich viele OMAS zu einem gemeinsamen Spaziergang mit Kaffeetrinken – Kräftesammeln nach anstrengenden Wochen.
Vor dem Spaziergang am Nordostseekanal
Gedenken an Hanau
März
Frauendemo zum internationalen Frauentag
Aktion im Kulturforum zum Internationalen Frauentag
April
Demos gegen rechte Sternmärsche in FL und Bad Schwartau
ANNA Fotoprojekt
Teilnahme von OMAS am Generationen-Dialog
Teilnahme am Demokratie Werk
Mai
Teilnahme an Workshops: Aufstehen gegen rechte Parolen
Juni
Teilnahme der OMAS GEGEN RECHTS auf der Kieler Woche bei „Nette Kieler“ Stand
Muddi Markt
Projektwoche jüdisches Leben an der Hammer Grundschule mit OMAS gegen Rechts
Besuche der ANNAS
Juli
Teilnahme am CSD
Gemeinsamer Spaziergang und Forstbaumschule
September
Brunnenfest in Gaarden
Klima-Streik
Erste unserer wöchentlichen Mahnwachen
Oktober
Lange Nacht der Demokratie, Schirminstallation
November
Auf einen Kaffee mit OMA – von nun an alle 2 Wochen
Sammeln für die Unterstützung des Frauenhauses
Dezember
Letzter OMA Treff des Jahres mit Keksen und Punsch
Und sonst noch so?
Frauenfrühstück der AG Migration
Aktion der AG zu ausländerfeindlichen Sprüchen, viele, regelmäßige Infostände der Klima-AG
Kino-Besuche in der Trauma mit anschießendem Beisammensitzen
Die AG-Kreativ übt regelmäßig einmal im Monat – vor dem OMA-Treff – Flashmob, Singen ….
Bei der Fülle unserer Aktionen fehlt bestimmt das eine oder andere Highlight –aber 2026 wird neue bringen.
Ein Jahr voll von Aktivitäten geht zu Ende – wir Kieler OMAS GEGEN RECHTS sind eine große, aktive und stabile Gruppe geworden. Gemeinsam werden wir weiter für unsere Demokratie kämpfen – gemeinsam bleiben wir zuversichtlich.
Seit Oktober ist in Kiel Dienstags immer von 16:00 bis 18:00 Uhr Mahnwache. OMAS aus den verschiedenen Arbeitsgruppen stehen dann am Heinrich-Ehmsen-Platz am Eingang des neuen Rathauses.
An diesem Dienstag war es die AG Migration, welche die Mahnwache gestaltet hatte.
Die Stadt bunt erleuchtet, Weihnachtsmusik, die Menschen in Hektik – es bleibt wenig Raum für Besinnung. Für die AG Migration eine Gelegenheit, insbesondere an das Schicksal von Kindern zu erinnern, die überall auf der Welt in Kriegs- und Krisengebieten Gewalt ausgesetzt sind, hungern, keine medizinische Versorgung bekommen.
Ihr Kinderlein kommet – ein ernster, zutiefst menschlicher Wunsch, der weit über den sentimentalen Kitsch der „deutschen Weihnacht“ hinausgeht – und des Titels des Weihnachtsliedes, das die AG für die Mahnwache umgedichtet hat.